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Europameisterschaft in Portugal

 

6. Wettkampftag

Marathon: Nochmals Silber für Jana Gegner

 

Keine leichte Marathonstrecke hatten die EM-Starter bei der diesjährigen Europameisterschaft in Portugal zu absolvieren. Anfangs recht bergig, der Belag, vor allem auf den letzten Metern, sehr rau. Dafür war das Ziel direkt an der Strandpromenade, sodass viele Tausende Zuschauer das Ziel säumten und auch die Letzte noch mit viel Beifall bedachten. Zunächst gingen die Herren an den Start. Nico Wieduwilt, unterstützt vor allem auch durch Bernhard Krempl, hielt das Tempo vor allen an den Anstiegen sehr hoch. Dadurch bröckelte das große Feld recht schnell auseinander. Auf den letzten Kilometern orientierte sich Nico vor allem am starken Yann Guyader aus Frankreich. Was sonst meist richtig ist, erwies sich im nachhinein als falsch und kostete Nico wahrscheinlich sogar eine Medaille. Guyader war erschöpft von den vorherigen Wettkampftagen und so zogen vier andere davon. Nico kam zwar fast nochmal heran, wurde ausgezeichneter Sechster, doch in seiner Verfassung wäre in diesem Rennen sogar eine Medaille möglich gewesen. Auch Toni Deubner erkämpfte sich als Zehnter noch eine Top-Ten-Platzierung.

In der Mittagshitze, aber so warm wie erwartet war es in der ganzen Wettkampfwoche nicht (auf der Tribüne wurden Pullover und Jacken hochgehandelt), wurden die Damen ins Rennen geschickt. Kurz vor dem Ziel waren mit Jana Gegner, Sandra Wieduwilt, Sabrina Rossow und Michaela Neuling noch vier deutschen Damen sehr aussichtsreich im Rennen. Jana kollidierte im Finish zwar noch fast mit einem Motorrad, trotzdem konnte sie sich den Vizeueropameistertitel sichern.

 

Ergebnisse:

 

Damen:

Marathon:

1. Giovanna Turchiarelli Italien

2. Jana Gegner

3. Hilde Goovaerts Belgien

7. Sabrina Rossow

12. Sandra Wieduwilt

15. Michaela Neuling

34. Dennise Kessler

38. Lisa Kaluzni

Herren:

1. Garikoitz Lerga Spanien

2. Roy Boeve Niederlande

3. Fabien Hascout Frankreich

6. Nico Wieduwilt

10. Toni Deubner

16. Albrecht Doering

19. Bernhard Krempl

35. Pascal Ramali

(Ergebnisse der Herren noch unvollstaendig).

 

Fazit:

Mit acht Medaillen (4 Silber - und 4 Bronzemedaillen) konnte die deutsche Mannschaft die Ausbeute des Vorjahres (6 Medaillen) überbieten. Was diesmal fehlte war die Krönung: der Titel!

Trotzdem zeigten alle deutschen Starter viel Einsatz und erzielten neben den acht Medaillengewinnen weitere etliche Top-Ten-Platzierungen. Dies lässt für die Titelkämpfe 2008, dann im heimischen Gera, hoffen. Die Organisation in Portugal schien zwar manchmal etwas überfordert, doch die Portugiesen erwiesen sich als Meister des Improvisierens, so dass schließlich noch alle Wettkämpfe unter regulären Bedingungen ausgetragen werden konnten. Zudem waren sie liebenswerte Gastgeber: Stets waren die Tribünen gut gefüllt und mit Beifall wurde nicht gespart. Und wer "erduldet" schon zwei Tage Europameisterschaft um sein Haus herum nicht nur, sondern versorgt die Gäste auf der Tribüne dann auch noch mit selbstgebackenen Kuchen ... in Portugal haben wir es live erlebt.

 

 

5.Wettkampftag

Silber für Matthias Schwierz und Bronze für die Damenstaffel

 

Der zweite Wettkampftag auf der Straße begann mit der 500 m - Sprintausscheidung. Dabei erreichten alle drei deutschen Damen das Viertelfinale, u.a. auch unsere Geraer Starterin Dennise Kessler. Bei den Herren zog zunächst Matthias Schwierz problemlos in die nächste Runden ein. Über die Zeitregelung schafften es dann aber auch noch Denis Dressel und Albrecht Doering. Im Viertelfinale der Herren war dann für die beiden jungen Deutschen Endstation, zumal Denis Dressel nach einem Rempler eines spanischen Sportlers mit dem Strohballen Bekanntschaft schließen musste. Matthias Schwierz überstand jedoch auch diese, wie auch die nächste Runden, das Halbfinale, sicher. Bei den Damen bedeutete das Viertelfinale die Endstation für Dennise Kessler, die wiederum sehr starke Lisa Kaluzni schaffte es bis in das Halbfinale. Im Finale standen dann schließlich Matthias Schwierz bei den Herren und Jana Gegner bei den Damen. Im Damenfinale übernahm zunächst Jana die führende Position. Als sie jedoch in einer Kurve zuweit hinausgetragen wurde, zogen die anderen vorbei und es wurde für Jana, wieder einmal, der undankbare 4.Platz. Auch bei den Herren übernahm Matthias gleich nach dem Start die Führung, die er auch bis auf die Zielgerade verteidigen konnte. Dann jedoch jagte der Italiener Naselli unwiderstehlich vorbei. Trotzdem, eine tolle Leistung des Tuttlingers, der dafür mit EM-Silber belohnt wurde.

Im 15000 m - Ausscheidungsrennen ging mit Sandra Wieduwilt, Michaela Neuling und Dennise Kessler eine komplette Geraer Mannschaft an den Start. Alle drei zeigten sich auch immer mal wieder an der Spitze des Feldes, ehe Dennise Kessler dann ausscheiden musste. Michaela Neuling erreichte schließlich mit dem 11.Platz ihre beste Platzierung bei diesen Titelkämpfen. Dann war noch Sandra im Rennen, die wie so oft bei diesen Titelkämpfen eine hervorragende Leistung zeigte. Zum Schluss war sie zu sehr auf sich allein gestellt, um in den Medaillenkampf eingreifen zu können. Mit Rang 7 gelang ihr aber auch eine ausgezeichnete Platzierung. Bei den Herren wurde Nico Wieduwilt, der bis dahin sehr gut im Rennen lag, nach drei Verwarnungen leider aus dem Rennen genommen. Dafür konnte sich Pascal Ramali über seine beste Einzelplatzierung mit dem 8.Platz freuen. Zum Schluss standen noch die Staffeln an. Beide Staffeln traten in der gleichen Besetzung wie bei den Bahnrennen an. Die Damen waren immer vorn mit dabei. Im Finish gab es dann für Jana Gegner, Lisa Kaluzni und Sandra Wieduwilt die Bronzemedaille. Für unsere Sandra Wieduwilt war es übrigens die fünfte EM-Medaille in ihrer sportlichen Laufbahn. Auf eine Medaille hofften auch die drei deutschen Herren. Doch leider kam Toni Deubner bei einem Wechsel zu Fall, so dass das deutsche Trio aussichtlos zurückfiel.

 

Ergebnisse:

 

Damen:

500 m:

1. Nicoletta Falcone Italien

2. Erika Zanetti Italien

3. Elma de Vries Niederlande

4. Jana Gegner

7. Lisa Kaluzni HF

14. Dennise Kessler VF

15000 m Ausscheidung:

1. Laura Lardani Italien

2. Justine Halbout Frankreich

3. Giovanna Turchiarella Italien

7. Sandra Wiedwuilt

11. Michaela Neuling

20. Dennise Kessler

5000 m Staffel

1. Italien Falcone, di Eugenio, Arcidicone

2. Niederlande Roosenboom, de Vries, van der Merwe

3. Deutschland Gegner, Kaluzni, Wieduwilt

 

Herren:

500 m:

1. Claudio Naselli Italien

2. Matthias Schwierz

3. Michel Mulder Niederlande

12. Albrecht Doering VF

16. Denis Dressel VF

20000 m Ausscheidung:

1. Yann Guyader Frankreich

2. Pierdavide Romani Italien

3. Francisco Peula Spanien

8. Pascal Ramali

11. Toni Deubner

disq. Nico Wieduwilt

5000 m Staffel:

1. Frankreich Sourizzeau, Boucher, Guyader

2. Italien Poletti, Triberio, Mediro

3. Spanien Nicolaj, Peula, Medina

7. Deutschland Deubner, Ramali, Wieduwilt

 

 

4.Wettkampftag

Wettbewerbe auf der Straße beginnen mit Silbermedaille für Matthias Schwierz

 

In einem kleinen Vorort von Ovar, mitten in einem kleinem Wohngebiet, liegt der 525 m lange Straßenkurs der diesjährigen Speedskating-Europameisterschaften. Bis wenige Minuten vor dem ersten Start wurde noch am Kurs gebaut, wie beispielsweise Gullydeckel einzementiert. Doch dann war alles rechtzeitig fertig geworden und es entwickelten sich am ersten Tag der Straßen- Wettkämpfe sehr spannende Rennen.

Zunächst galt es für die deutschen Sprinter die 200 m - Qualifikation zu überstehen. Gleich zwei Kurven waren auf dieser kürzesten Sprintstrecke zu bewältigen, dann stand die lange Zielgerade an. Alle drei deutschen Damen schafften die Qualifiaktion, Jana Gegner war dabei als Fünfte noch sehr aussichtsreich im Rennen, der Abstand zu den Medaillenplätzen klein. Diesmal auch im Finale dabei unsere Geraerin Dennise Kessler. Bei den Herren war  Matthias Schwierz als Fünfter auch in Reichweite der Medaillen. Auch unser EM-Küken Denis Dressel schaffte erneut den Finaleinzug. Um 19.30 Ortszeit ging es dann mit den Finals los. Dennise Kessler war die erste Starterin: 20,234 s, dies bedeutete neuen Vereinsrekord. Sie wurde letztlich Zwölfte, Lisa Kaluzni Zehnte und Jana Gegner Fünfte. Auch Denis Dressel gelang bei den Herren mit einer Zeit von 17,536 s ein neuer Vereinsrekord, dies brachte ihm den 11.Rang ein. Dann war Matthias Schwierz an der Reihe: 17,201 s - neue Bestzeit! Dann war Warten angesagt. Andrea Zanetti hatte sich im Vorlauf eine Zerrung zugezogen, Matthias war schon Vierter. Der zweite Italiener und der Spanier - langsamer, Matthias war schon Zweiter. Nun noch Luca Presti, der etwas schneller als Matthias war. Lohn des Wartens, die Silbermedaille für Matthias Schwierz!

Die Langstreckler hatten den Punktelauf über 10000 m zu absolvieren. Bei den Damen war die Taktik auf Jana Gegner ausgerichtet. Jana holte unterwegs einige Punkte, war mit vorn dabei. Leider sprangen im Zielsprint keine Punkte mehr heraus, sonst wäre es eine Medaille geworden. Aber auch so war ein guter 5.Rang zu verzeichnen. Michaela Neuling war bis zum Schluss des Rennens auch in der Spitzengruppe mit dabei. Sandra Wieduwilt, die viel Mannschaftsarbeit verrichtete, schied vorher aus.

Bei den Herren sprintete Nico Wieduwilt mit um die Punkte. Ein zweiter Platz bei einem Punktesprint und der dritte Platz im Zieleinlauf brachten ihm 2 Punkte ein. So weit war die Medaille gar nicht weg: Ein erster Platz im Punktesprint und ein erster Platz im Zieleinlauf hätten schon zur Bronzemedaille gereicht. Mit vorn dabei war auch Pascal Ramali, Albrecht Doering kam in einer hinteren Gruppe ins Ziel. Die genauen Ergebnisse der deutschen Sportler auf der Langstrecke liegen uns hier zur Zeit noch nicht vor. Am Samstag fallen dann auf dem Straßenkurs die letzten Entscheidungen. Und am Sonntag können die deutschen Sportler dann erstmals das Meer sehen, denn der Marathon endet direkt in einem Badeort an der Atlantikküste.

 

Ergebnisse:

 

Damen

200 m:

1. Nicoletta Falcone Italien 18,551

2. Erika Zanetti Italien 18,609

3. Denise Traini Italien 18,857

5. Jana Gegner 19,213

10. Lisa Kaluzni 19,748

12. Dennise Kessler 20,234

10000 m Punkte:

1. Simona di Eugenio Italien

2. Nadine Gloor Schweiz

3. Laura Lardani Italien

5. Jana Gegner

Michaela Neuling

Sandra Wieduwilt

 

Herren

200 m:

1. Luca Presti Italien 17,180

2. Matthias Schwierz 17,201

3. Wouter Hebbrecht Belgien 17,258

10. Denis Dressel 17,536

20. Martin Matyk 18,294~

10000 m Punkte:

1. Patxi Peula Spanien

2. Matteo Poletti Italien

3. Julien Sourisseau Frankreich

9. Nico Wieduwilt

Pascal Ramali

Albrecht Doering

 

 

3.Wettkampftag

Medaillen für Jana Gegner und beide deutsche Staffeln

 

Am letzten Wettkampftag auf der Bahn kam die deutsche Mannschaft mit der schnellen, aber schwierig zu laufenden Bahn in Estarreja, immer besser zurecht. Dies zeigten bereits die Ergebnisse in der 500 m - Sprintausscheidung. Alle drei deutschen Damen, Dennise Kessler, Jana Gegner und Lisa Kaluzni, überstanden sowohl den Vorlauf als auch das Viertelfinale. Mit dem Einzug in das Halbfinale hatten die deutschen Damen bereits eine Platzierung unter den ersten Acht sicher. Jana Gegner machte noch mehr daraus, sie schaffte auch den Finaleinzug. Dort ging sie auf Nummer sicher, sicherte die Bronzemedaille gegen die holländische Sportlerin ab. Gold und Silber gingen an Italien. Geras Dennise Kessler erreichte mit Rang 8 ihre bisher beste EM- Einzelplatzierung. Bei den Herren hatte unser Denis Dressel einen Hammervorlauf erwischt. Er musste leider ausscheiden und belegte Rang 24. Dagegen machten Martin Matyk und Matthias Schwierz es den erfolgreichen Damen nach und zogen ebenfalls in das Halbfinale ein. Dort war dann allerdings Endstation, zu Buche standen die sehr guten Platzierungen 5 und 6. Beeindruckend war hier die Leistung des italienischen Europameisters Luca Presti, der nicht nur durch seine beiden Weltrekorde, sondern auch durch seine Fahrweise den Beifall des sachverständigen Publikums auf seiner Seite hatte.

Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren waren dann Staffelvorläufe notwendig. Die Damen in der Besetzung Jana Gegner, Lisa Kaluzni und Sandra Wieduwilt laufend, zogen als Vorlauferste sicher in das Finale ein. Danach legte erst einmal ein Flutlichtausfall die Wettbewerbe für eine halbe Stunde aufs Eis. Davon hatten sich die deutschen Herren anscheinend etwas beeindrucken lassen, denn nur mit Mühe konnte das deutsche Staffeltrio mit Toni Deubner, Pascal Ramali und Nico Wieduwilt in ihrem Vorlauf die Dänen auf den 4. Platz verweisen. Da die Ansagen mehr als dürftig sind, waren die deutschen Fans lange im unklaren, ob die Herrenstaffel das Finale erreicht hatte.

Doch zunächst stand das Damenfinale auf dem Programm. Deutschland war fast immer unter den besten drei Staffeln zu finden. Im Finish sprang hinter Italien der 2.Platz und damit der Vizeeuropameistertitel heraus. Dann Aufatmen beim kleinen deutschen Fanblock. Die deutsche Herrenstaffel lief sich warm, sie war also im Finale dabei. Jetzt mit einer kleinen Umstellung. Schlussläufer war jetzt nicht mehr Toni Deubner, sondern Nico Wieduwilt. Nach einem schwachen Wechsel waren die Italiener zunächst zurückgefallen. Wenige Runden vor Schluss lag Frankreich eindeutig auf Goldkurs. Dahinter jedoch schon das stark laufende deutsche Trio. Zwar kam Italien auf den letzten Metern noch an Deutschland vorbei, doch die Freude bei der deutschen Herrenstaffel war groß über die erkämpfte Medaille.

 

Ergebnisse:

 

Damen

500 m:

1. Erika Zanetti Italien 44,328

2. Nicoletta Falcone Italien 44,424

3. Jana Gegner 44,502

5. Lisa Kaluzni 44,408 Halbfinale DR

8. Dennise Kessler 45,029 Halbfinale

3000 m Staffel

1. Italien Pichierri, Turchiarelli, Lardani

2. Deutschland Gegner, Kaluzni, Wieduwilt

3. Niederlande de Vries, Huisman, Roosenboom

 

Herren

500 m

1. Luca Presti Italien 40,088

2. Julien Despaux Frankreich 40,278

3. Thomas Boucher Frankreich 40,347

5. Martin Matyk 41,021 Halbfinale DR

6. Matthias Schwierz 41,056 Halbfinale

24. Denis Dressel 42,495 Vorlauf

3000 m Staffel

1. Frankreich Guyader, Pelloquin, Briand

2. Italien Nasarelli, Triberio, Zanetti

3. Deutschland Deubner, Ramali, Wieduwilt

 

 

2.Wettkampftag

Medaille für Lisa Kaluzni

 

Am zweiten Wettkampftag der Speedskating-Europameisterschaften standen die 1000 m, sowie die Ausscheidungsrennen auf dem Programm. Dabei zeigten sich insbesondere die deutschen Langstreckler in wesentlich besserer Verfassung als noch am ersten Wettkampftag.

Zunächst standen die Vorkämpfe über 1000 m auf dem Programm. Während Sandra Wieduwilt, Jana Gegner, Matthias Schwierz und Albrecht Doering in den Vorläufen ausschieden, kamen Martin Matyk und Lisa Kaluzni in die nächste Runden. Im Semifinale traf dann Martin auf drei französische Sportler, die eine unüberwindbare Hürde für den Darmstädter darstellte. Mit Rang 7 und einem neuen Deutschen Rekord konnte er aber sehr zufrieden sein. Lisa Kaluzni dagegen setzte sich auch im Halbfinale durch und konnte sich über ihre Finalteilnahme freuen. Die Finals fanden dann noch nach den Ausschiedungsrennen statt. Lisa traf u.a. auf drei italienische Sportlerinnen. Geschickt verbesserte sie mehrmals im Rennen ihre Position, nutzte dabei vor allem innen die sich bietenden Lücken. Schon eine halbe Runde vor Schluss hatte sich ein Trio leicht absetzen können, darunter Lisa Kaluzni. Fast hätte es durch ihren Zielschritt dann sogar noch zu Silber gereicht, aber auch die Bronzemedaille wurde im deutschen Lager mächtig bejubelt.

Auch in den Ausscheidungsrennen hatten die deutschen Sportler ihre Fans schon zu lautstarken Anfeuerungsrufen animiert. Sandra Wieduwilt führte im Rennen der Damen fast 20 Runden lang das Feld an, sie sorgte für ein schnelles Tempo. Dahinter lief ihre Mannschaftskameradin Jana Gegner. Als Sandra schließlich ausschied, war sie sehr gute Neunte geworden. Jana Gegner wurde bei der nächsten Ausscheidung massiv von zwei französischen Sportlerinnen behindert, so dass sie mit Rang 8 vorlieb nehmen musste. Ein tolles Rennen zeigte bei den Herren auch Nico Wieduwilt. Ohne große mannschaftliche Unterstützung behauptete er sich stets im Spitzenfeld. Bei der letzten Ausscheidung überquerte er als Letzter die Ziellinie, rollte dann nur noch aus. Doch aufgrund eines Fouls wurde der vor ihm laufende Spanier disqualifiziert, so dass Nico noch im Rennen blieb. Doch sein Abstand zu den ersten vier war jetzt bereits zu groß, um noch in den Medaillenkampf eingreifen zu können. Mit Platz 5 konnte er dieses Rennen aber mit einer hervorragenden Platzierung abschließen.

 

Ergebnisse:

 

Damen

1000 m

1. Elma de Vries Niederlande 1>31,102

2. Erika Zanetti Italien 1>31,165

3. Lisa Kaluzni 1>31,180 DR

13. Jana Gegner 1>35,482 Vorlauf

16. Sandra Wieduwilt 1>42,077 Vorlauf

10000 m Ausscheidung

1. Laura Lardani Italien 16>19,193

2. Giovanna Turchiarelli Italien 16>19,454

3. Laetitia Lebihan Frankreich 16>19,573

8. Jana Gegner

9. Sandra Wieduwilt

21. Dennise Kessler

 

Herren

1000 m

1. Luca Presti Italien 1>21,719

2. Thomas Boucher Frankreich 1>21,803

3. Patrizio Triberio Italien 1>21,955

7. Martin Matyk 1>23,947 Halbfinale DR

20. Albrecht Doering 1>26,299

disq. Matthias Schwierz

15000 m Ausscheidung

1. Yann Guyader Frankreich 22>15,779

2. Matteo Poletti Italien 22>16,173

3. Pierdavide Romani Italien 22>16,699

5. Nico Wieduwilt 22>31,726

11. Toni Deubner

20. Pascal Ramali

 

 

1.Wettkampftag

Weltrekordhalter für zwei Minuten

Am Sonntag wurden im nordportugisischen Esterraja die Europameisterschaften der Aktiven im Speedskating eröffnet. Die Gastgeber hatten eine stimmungsvolle Eröffnungsfeier organisiert. Besonders beeindruckte die Multi-Media-Show, die leider durch den einsetzenden Regen nur verkürzt gezeigt werden konnte.

Einen Tag später begannen dann, bei strahlendem Sonnenschein, die Wettkämpfe. Zunächst standen die Qualifikationen im 300 m - Sprint der Damen und Herren auf dem Programm. Schon bei den Damen zeigte es sich, dass die 225 m lange Bahn das Attribut superschnell verdient. Jana Gegner zog hier als Vierte sicher in das Finale ein, auch Lisa Kaluzni schaftte als Achte problemlos den Finaleinzug. Unsere Geraerin Dennise Kessler lief zwar auch persönliche Bestzeit ueber die 300 m, als 13. verpasste sie jedoch knapp den Finaleinzug. Bei den Herren eröffnete dann Matthias Schwierz die Vorkämpfe. Dabei lief er Weltrekord, diesen behielt er für ca. 2 Minuten. Im Laufe der Qualifikation wurde der Weltrekord dann noch dreimal verbessert. Sehr zufrieden mit seinem EM-Debüt konnte unser noch 17-jaehriger Geraer Denis Dressel sein. Erstmals in seiner Laufbahn blieb er unter 25 s und erreichte als Achter dann sicher das Finale.

Beim abendlichen Finale bestätigten die deutschen Damen dann ihre Leistungen aus der Qualifikation. Jana Gegner wurde Vierte und Lisa Kaluzni Achte. Bei den Herren sorgte zunächst ein Ausfall der Zeitmessung für eine Unterbrechung. Diese bekam dem Nervenkostüm von Denis nicht besonders. Er konnte seine Zeit aus dem Vorkampf nicht nochmals wiederholen. Mit dem 11.Rang schaffte er dennoch einen guten EM-Auftakt. Ganz nah dran am Edelmetall war Matthias Schwierz, dem letztlich nur 7 Tausendstel Sekunden an Bronze fehlten.

Für die Langstreckler ging es im kombinierten Punkte- und Ausscheidungsrennen über 10000 m um die ersten Medaillen. Das deutsche Herrentrio mit Nico Wieduwilt, Toni Deubner und Pascal Ramali hatte zunächst problemlos die Vorläufe ueberstanden. Das ließ für das Finale hoffen. Doch leider kam es anders. Nico erwischte es durch eine Unachtsamkeit schon bei der ersten Ausscheidung, für ihn war nur Platz 20 zu registrieren. Dann wurde Pascal von einem holländischen Sportler gelegt - auch aus für ihn. Schließlich schied auch Toni mit Platz 12 vorzeitig aus. Nicht viel besser lief das Rennen der Damen ab. Sandra Wieduwilt hatte zwar in der Anfangsphase des Rennens zweimal den Spurt für Jana Gegner angezogen. Diese holte sich dann auch vier Punkte und auch Sandra hatte einen Punkt auf ihrem Konto. Doch mit diesen Attacken hatten sich die deutschen Damen augenscheinlich etwas übernommen. Zuerst schied Sandra aus, etliche Runden später konnte auch Jana das hohe Tempo nicht mehr mitgehen und schied aus. Auch ein verzweifelter Versuch von Lisa Kaluzni, um die Punkte mitzusprinten, endete mit dem Ausscheiden einige Runden später.

Ergebnisse:

 

Damen:

300 m:

1. Nicolette Falcone Italien 26,213

2. Erika Zanetti Italien 26,430

3. Denise Traini Italien 26,729

4. Jana Gegner 26,932 DR

8. Lisa Kaluzni 27,761 (Quali: 27,728)

13. Dennise Kessler 28,295

10000 m Punkte/Ausscheidung:

1. Simona Di Eugenio Italien 23 P.

2. Laetitia Lebihan Frankreich 15 P.

3. Nadine Gloor Schweiz 15 P.

12. Lisa Kaluzni

13. Jana Gegner

22. Sandra Wieduwilt

 

Herren:

300 m:

1. Andrea Zanetti Italien 24,297

2. Wouter Hebbrecht Belgien 24,353

3. Julien Despaux Frankreich 24,440

4. Matthias Schwierz 24,447 DR

11. Denis Dressel 25,127 (Quali: 24,846)

16. Martin Matyk 25,221

10000 m Punkte /Ausscheidung:

1. Yann Guyader Frankreich 22 P.

2. Matteo Poletti Italien 14 P.

3. Patxi Peula Spanien 11 P.

12. Toni Deubner

14. Pascal Ramali

20. Nico Wieduwilt

 

 

5 Geraer Sportler im deutschen Aufgebot

 

Vom 23. bis zum 29.Juli finden in Nordportugal die diesjährigen Europameisterschaften im Speedskating statt. Die Bahnwettkämpfe werden in Estarreja ausgetragen, die Wettbewerbe auf der Straße finden in Ovar statt. Bundestrainer Arnaud Gicquel nominierte insgesamt  12 Sportler für diese Titelkämpfe. Fünf Damen und sieben Herren werden die Titelkämpfe in Portugal bestreiten, dazu kommen sechs weitere Sportler, die nur für den Marathon nominiert wurden.

 

Damen:

Jana Gegner Berlin

Lisa Kaluzni Großenhain

Dennise Keßler Gera

Michaela Neuling Gera

Sandra Wieduwilt Gera

 

Dazu wurden für den Marathon nominiert:

Jenny  Berndt  Freiburg

Sabrina Rossow Oberkochen

Tina Strüver  Halle

 

Herren:

Toni Deubner Eisenach

Albrecht Döring  Berlin

Denis  Dressel Gera

Martin Matyk  Darmstadt

Pascal Ramali Groß-Gerau

Matthias Schwierz Tuttlingen

Nico Wieduwilt Gera

 

Vier unserer fünf Geraer Starter bringen schon reichlich Europameisterschaftserfahrung mit.

Nico Wieduwilt hat seit 1999 alle europäischen Titelkämpfe in der Aktivenklasse vertreten. Insgesamt gewann er dabei in den Mannschaftswettbewerben schon 5 Medaillen (2 Silber und 3 Bronze). 2002 bestritt Michaela Neuling ihre ersten europäischen Titelkämpfe. Ihr größter Erfolg war der Europameistertitel im Marathon 2005. Im Vorjahr gewann sie Staffelsilber. Dennise Keßler und Sandra Wieduwilt sind seit 2004 im deutschen EM-Aufgebot zu finden. Sandra gewann 2005 Staffelgold, dazu kommen zwei weitere Silbermedaillen. Dennise Keßler errang im Vorjahr mit der deutschen Staffel den Vizeeuropameistertitel. Seine erste Europameisterschaft bei den Aktiven bestreitet der noch 17-jährige Denis Dressel. Der Sprintspezialist hatte bei seinen vier JEM-Teilnahmen insgesamt sieben Bronzemedaillen gewinnen können.

 

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