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Nico Wieduwilt auf den Spuren von Chad Hedrick

 Geraer Speedskater jetzt auch auf dem Eis anzutreffen

Bisher war sein Name nur den Inline-Begeisterten bekannt , seit letztem Wochenende steigerte sich sein Bekanntheitsgrad um ein Vielfaches. Der US-Amerikaner Chad Hedrick erkämpfte sich in Hamar den Weltmeistertitel im Großen Mehrkampf der Eisschnellläufer. Dabei ist er erst seit zwei Jahren auf den schnellen Kufen anzutreffen. Denn in den vergangenen zehn Jahren war er der erfolgreichste Inline-Speedskater der Welt , gewann insgesamt 50 Weltmeistertitel auf den schnellen Rollen. Erst der Wunsch , einmal eine Olympiamedaille zu gewinnen , veranlasste den US-Amerikaner zum Wechsel des Sportgerätes. Andere bekannte Speedskater haben den überaus erfolgreichen Umstieg natürlich auch wahrgenommen und versuchen nun ihrerseits , auch auf dem Eis erfolgreich zu sein. Zu ihnen gehört auch der erfolgreiche Geraer Speedskater Nico Wieduwilt vom Geraer Rollschnelllaufverein Blau-Weiß. Seit Beginn der Eissaison fährt er wöchentlich zweimal nach Erfurt , um in der Erfurter Trainingsgruppe mitzutrainieren. Das klappt nach Aussagen der Erfurter Trainer auch schon recht gut. Was Kraft und Ausdauer angeht , braucht sich der Geraer sowieso nicht zu verstecken. „Was Trainingsumfang und – intensität betrifft , trainieren wir Speedskater mindestens genauso viel , wie die Eisschnellläufer“ , schätzt Nico Wieduwilt selbst ein. Was fehlt ist natürlich die spezielle Technik. Mit dem Double-Pash , wie er bei den Speedskatern gelaufen wird , kann man auf den Klappschlittschuhen nichts anfangen. Trotzdem absolvierte der Geraer Ende Januar schon seinen ersten Wettkampf auf dem Eis. Für die 5000 m brauchte er in der Erfurter Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle 7:43,10 min. Da fehlt ihm noch über 1 Minute zur deutschen Spitze. Aber wenn er erst mal die Technik richtig beherrscht , sollte das auch drin sein. Zunächst einmal wird er ganz normal die Speedskating-Saison 2004 bestreiten. Wie es dann genau mit dem Eisschnelllaufen weitergeht , steht noch etwas in den Sternen. Auf alle Fälle träumt auch Nico Wieduwilt schon manchmal von Olympia. Wenn auch 2006 noch etwas zu zeitig kommen dürfte , auch 2010 wäre er noch im besten Wettkampfalter. Im übrigen ist er nicht der einzige Speedskater , der auf dem Erfurter Eis anzutreffen ist. Der Arnstädter Sebastian Richter , der im letzten Jahr bei der Speedskating-Junioren-DM immerhin Bronze gewann , ist inzwischen der beste deutsche Eisschnellläufer des Jahrganges 1989.

 

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